Geschichtliches

Kamern wurde bereits im Jahre 1322 erstmals erwähnt. Ursprünglich wurde es „Camern“ geschrieben. Friedrich der Große legte den „Trübengraben“ im südlichen Teil von Camern an, der von Süden kommend, die nördliche Hälfte des Kreises Jerichow II entwässert. Dieser Trübengraben ist ein bedeutsames Kulturwerk des Alten Fritz, das er nach dem Siebenjährigen Krieg ausführen ließ. Hierdurch wurde sumpfiges Ödland in wertvolles Acker- und Wiesenland umgewandelt und ermöglicht, dass 511 Kolonistenfamilien im Kreise angesetzt werden konnten. Die Ackerleute (Neu-Camern) hatten ihren Acker und Ländereien teils vom Dorfe Camern entfernt bekommen. Infolge von Überschwemmungen, durch Deichbruch der Elbe im Jahre 1785 hatten die Ackerleute das Unglück, dass ihnen die nahe beim Dorf gelegenen Grundstücke versandeten. Sie sahen sich deshalb genötigt, die entfernt gelegenen Grundstücke mehr urbar zu machen. Am 07. Juli 1786 wurde von der Königlichen Regierung zu Magdeburg die Genehmigung zum Ausbau erteilt.
Die Umsiedlung fand ab dem Jahre 1786 statt, indem die Bauern selbst Neu-Camern errichteten. Dies deshalb, weil sie ihre Höfe in die Nähe ihrer Äcker errichten wollten, um eine leichtere Bewirtschaftung ihrer Felder zu ermöglichen.